
München, 29. Juli 2026 (JPD). Die Kraftstoffpreise in Deutschland bleiben nach Einschätzung des ADAC trotz gesunkener Rohölpreise deutlich zu hoch. Ein Liter Super E10 kostete im bundesweiten Mittel zuletzt 2,139 Euro und damit 0,7 Cent weniger als eine Woche zuvor, wie der Automobilclub am Mittwoch mitteilte.
Diesel verteuerte sich dagegen bereits die fünfte Woche in Folge. Für einen Liter wurden im Durchschnitt 2,190 Euro fällig. Das waren 2,2 Cent mehr als in der Vorwoche.
Der Rohölpreis ging im gleichen Zeitraum deutlich zurück. Der Schlusskurs der Sorte Brent lag am Dienstag bei rund 84 US-Dollar je Barrel. Eine Woche zuvor waren es noch 91 US-Dollar gewesen.
Gemessen an dieser Entwicklung fällt der Rückgang des Benzinpreises nach Ansicht des ADAC zu gering aus. Ein deutlich stärkeres Absinken sei angemessen, zumal die Kraftstoffpreise bereits seit Wochen auf einem überhöhten Niveau lägen.
Bei Diesel zeigt sich nach Angaben des Automobilclubs erneut eine besondere Krisenanfälligkeit. Der Preis werde nicht allein durch die Entwicklung der Rohölnotierungen bestimmt. Diesel müsse in großen Mengen importiert werden und werde auch außerhalb des Verkehrssektors stark nachgefragt.
Insbesondere in Krisen- und Kriegszeiten reagiere der Dieselpreis daher deutlich volatiler als der Benzinpreis.






