Papenburg/Rostock, 19. Juni 2026 (JPD) Gleiss Lutz hat die Meyer Werft Gruppe bei einem milliardenschweren Infrastrukturprojekt der Energiewende beraten. Die Wirtschaftskanzlei begleitete die Werftengruppe bei den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz für die Errichtung einer 2-Gigawatt-Offshore-Konverterplattform im Rahmen des Netzanbindungsprojekts „North Sea Connector 2“. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Den Auftrag erhielt ein Konsortium aus Siemens Energy und NEPTUN SMULDERS Offshore Renewables (NSORe), an dem auch die zur Meyer Werft Gruppe gehörende Neptun Werft in Rostock beteiligt ist. Die Anlage soll künftig Strom aus Offshore-Windparks sammeln, von Wechsel- in Gleichstrom umwandeln und für den Transport an Land einspeisen.
Für die Meyer Werft markiert das Projekt einen weiteren Schritt bei der Diversifizierung ihres Geschäftsmodells. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Papenburg zählt zu den weltweit führenden Kreuzfahrtschiffbauern und baut seine Aktivitäten im Bereich maritimer Energietechnik kontinuierlich aus. Die sogenannte Topside der Konverterplattform wird auf der Neptun Werft in Rostock gefertigt und soll dort langfristig zur Auslastung der Werftkapazitäten beitragen.
Nach Angaben von 50Hertz könnten weitere Aufträge folgen. Als mögliches Folgeprojekt gilt insbesondere die Vergabe des Offshore-Netzanbindungsprojekts „North Sea Connector 1“.
Die rechtliche Beratung der Meyer Werft erfolgte durch Gleiss Lutz unter der gemeinsamen Federführung von Dr. Tim Weber (M&A, Frankfurt), Prof. Dr. Alexander Schwarz (M&A, Düsseldorf) und Martin Hitzer (Gesellschaftsrecht, Düsseldorf). Zum Team gehörten außerdem Dr. Joscha Meyer, Laura Moench, Dr. Helge Kortz und Dr. Thomas Kulzer.






