Frankfurt am Main, 28.10.2026 (JPD) – Die Wirtschaftskanzlei Baker McKenzie hat die BayernLB bei der vollständig digitalen Emission und Abwicklung eines Kryptowertpapiers in Zentralbankgeld beraten. Das Commercial Paper im Volumen von 100 Millionen Euro wurde nach dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) ausgegeben und von der Siemens AG erworben. Die gesamte Transaktion erfolgte nach Kanzleiangaben innerhalb weniger Minuten.
Die Zahlungsabwicklung erfolgte über PONTES, die neue Infrastruktur des Eurosystems, die bei der BayernLB erstmals im Echtbetrieb eingesetzt wurde. Die Wertpapierübertragung lief über die zugangsbeschränkte Blockchain von SWIAT, das zugleich die Kryptowertpapierregisterführung übernahm. Beide Systeme wurden für eine automatisierte und gleichzeitige Übertragung von Wertpapier und Zentralbankgeld miteinander verbunden.
An der Transaktion waren außerdem die DekaBank als Depotbank und Zahlungsdienstleister sowie die Deutsche Bank als Zahlungsdienstleister von Siemens beteiligt.
Die rechtliche Beratung übernahm das Frankfurter Banking-&-Finance-Team von Baker McKenzie mit Dr. Conrad Ruppel (Partner) und Sebastian Dey (Senior Counsel).
Bereits 2024 hatte die BayernLB eine digitale Siemens-Anleihe im Rahmen einer Testreihe des Eurosystems begleitet. Bei der aktuellen Transaktion trat sie erstmals selbst als Emittentin auf.




