Anklage wegen IS-Unterstützung: 16-Jähriger soll Anschlag auf Kirche geplant haben

Düsseldorf, 30.09.2026 (JPD) – Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat einen 16-Jährigen aus Hamm unter anderem wegen des Verdachts der Unterstützung der Terrororganisation „Islamischer Staat“ und der Verabredung zu einer schweren Brandstiftung angeklagt. Über die Zulassung der Anklage entscheidet der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

Der Jugendliche soll zwischen Mai und Oktober 2024 über einen Messengerdienst Kontakt zu einem IS-Mitglied gehabt und angekündigt haben, in ein IS-Gebiet ausreisen zu wollen. Zwischen Oktober 2025 und März 2026 soll er sich zudem mit einer weiteren Person über mögliche Anschläge ausgetauscht und sich zu einem Brandanschlag auf eine Kirche in Hamm bereit erklärt haben.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft erhielt der Beschuldigte konkrete Instruktionen zum Ausspähen des Gebäudes. Teile davon soll er umgesetzt haben, unter anderem durch den Kauf einer Drohne. Außerdem werden ihm fünf Social-Media-Postings mit vom IS verwendeten Anashid sowie der Versuch vorgeworfen, mit Silvesterraketen einen Hochsitz zur Explosion zu bringen.

Nach einem fachpsychiatrischen Gutachten war die Einsichtsfähigkeit des Jugendlichen bei den ihm vorgeworfenen Taten aufgrund einer psychischen Erkrankung erheblich eingeschränkt. Er befindet sich derzeit aufgrund eines Unterbringungsbefehls in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Für Jugendliche sieht das Jugendgerichtsgesetz als Höchstmaß eine Jugendstrafe von zehn Jahren vor. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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