
Höchberg/München, 21. Juli 2026 (JPD). Nach dem Angriff auf einen 65 Jahre alten Mann in Höchberg bei Würzburg hat die Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen übernommen. Gegen einen 20-jährigen syrischen Staatsangehörigen besteht der Verdacht des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Der Beschuldigte soll den Mann in der Nacht zum 20. Juli nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung geschlagen und auch gegen den Kopf getreten haben. Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden soll er dabei den Tod des Geschädigten zumindest billigend in Kauf genommen haben.
Der 65-Jährige erlitt zahlreiche Hämatome und einen Wirbelbruch. Er wird stationär in einem Krankenhaus behandelt.
Haftbefehl wegen versuchten Mordes
Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen noch am Tatort fest. Dabei soll er Widerstand geleistet haben. Ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt.
Das Amtsgericht Würzburg erließ am 20. Juli 2026 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.
Die Generalstaatsanwaltschaft München übernahm das Verfahren wegen bestehender Anhaltspunkte für eine israelfeindliche und islamistische Tatmotivation. Gemeinsam mit der Kriminalpolizei Würzburg prüft sie insbesondere, ob der Angriff religiös, israelfeindlich oder antisemitisch motiviert war.
Die Polizei sucht Zeugen, denen der Mann zuvor auf dem Marktfest in Höchberg oder im Bereich der Hauptstraße aufgefallen ist. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.






