Ausstellung in Bremerhaven erinnert an jüdische Juristinnen

Bremerhaven, 8. Oktober 2026 (JPD) Im Amtsgericht Bremerhaven ist eine Ausstellung über jüdische Juristinnen und Juristinnen jüdischer Herkunft eröffnet worden. Die Schau porträtiert 17 Frauen, die stellvertretend für die erste Generation von Juristinnen stehen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, aus ihren Berufen verdrängt, vertrieben oder ermordet wurden.

Die vom Deutschen Juristinnenbund konzipierte Ausstellung beleuchtet neben den Biografien auch die Zulassung von Frauen zu juristischen Berufen, Berufsverbote, Exil, Remigration und Restitution.

Bremens Justizsenatorin Claudia Schilling betonte bei der Eröffnung die Bedeutung der Erinnerung an die Rolle der Justiz während des Nationalsozialismus und verwies auf die aktuelle Auseinandersetzung mit Antisemitismus.

Die Ausstellung wird gemeinsam mit der Menorah – Liberale jüdische Gemeinde Bremen/Bremerhaven, dem Justizressort und dem Amtsgericht Bremerhaven präsentiert. Sie ist bis einschließlich 16. November während der Öffnungszeiten des Gerichts kostenlos zugänglich.

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