
Frankfurt am Main, 28.10.2026 (JPD) – Hessische Strafverfolgungsbehörden haben bei einem landesweiten Einsatz gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen 84 Wohnungen und Häuser durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen insgesamt 87 Beschuldigte, denen überwiegend Herstellung, Besitz oder Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie vorgeworfen wird. In zehn Fällen besteht der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen.
Die Durchsuchungen fanden vom 19. bis 23. Oktober 2026 im Auftrag der hessischen Staatsanwaltschaften statt. Koordiniert wurde der Einsatz vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA). Bei den Beschuldigten handelt es sich um 83 Männer und vier Frauen im Alter zwischen 15 und 81 Jahren.
Die Ermittler stellten 475 Datenträger sicher. Insgesamt wurden 476 deliktsspezifische Gegenstände beschlagnahmt beziehungsweise sichergestellt, die nun ausgewertet werden sollen. Elf Beschuldigte wurden zur Vernehmung auf Polizeidienststellen gebracht. Gegen eine Person wurde ein Haftbefehl vollstreckt.
Nach bisherigen Erkenntnissen stehen die Beschuldigten untereinander nicht im Austausch. Die Durchsuchungen erstreckten sich auf zahlreiche hessische Städte und Landkreise, darunter Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Offenbach.
An der Bekämpfung entsprechender Straftaten ist insbesondere die hessische Polizeieinheit „FOKUS“ beteiligt. Sie ist seit Februar 2024 dauerhaft in die Polizeiorganisation integriert. Landesweit befassen sich mehr als 300 Beschäftigte mit der Verfolgung von Sexualstraftaten gegen Kinder und Jugendliche.




