KONSTANZ/FRANKFURT AM MAIN (JPD) – Vor dem Landgericht Konstanz könnte heute das Urteil gegen einen 28-Jährigen fallen, der sich mit gefälschten Dokumenten als Arzt ausgegeben und Hunderte Schönheitsbehandlungen durchgeführt haben soll. Der gelernte Rettungssanitäter hat eingeräumt, ein Medizinstudium vorgetäuscht und sich mit gefälschten Zeugnissen eine Stelle in einer Schönheitspraxis erschlichen zu haben. Die Anklage wirft ihm unter anderem Betrug, Urkundenfälschung und gefährliche Körperverletzung vor. Ab 9 Uhr soll zunächst ein Sachverständiger gehört werden. Auch die Plädoyers stehen noch aus. Ob bereits heute ein Urteil verkündet wird, ist offen.
Am Oberlandesgericht Frankfurt werden unterdessen zwei Staatsschutzverfahren wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der Terrormiliz „Islamischer Staat“ fortgesetzt. In einem Verfahren (Az. 8 St 2/25) muss sich eine 40-jährige Deutsche verantworten, die gemeinsam mit ihren Kindern nach Syrien ausgereist sein soll. Ihr wird außerdem die Verletzung von Fürsorgepflichten vorgeworfen. Für heute ist die Vernehmung einer Zeugin vorgesehen. In einem weiteren Verfahren (Az. 5 St 1/26) steht ein mutmaßlicher IS-Kämpfer vor Gericht. Beide Verhandlungen beginnen um 10 Uhr.



