
Karlsruhe/Stuttgart, 19. Oktober 2026 (JPD) – Nach einem mutmaßlichen Phishing-Angriff auf ein E-Mail-Konto eines Mitglieds des CDU-Kreisverbandes Heilbronn haben das Cybercrime-Zentrum der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Ermittlungen übernommen. Über das betroffene Konto wurden nach bisherigen Erkenntnissen knapp 5.000 E-Mails an unterschiedliche Empfänger verschickt.
Zu den Adressaten gehörten auch Personen aus dem politischen Umfeld, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz. Nach bisherigen Ermittlungen erfolgte der unbefugte Kontozugriff vermutlich über eine Phishing-Mail. Anschließend wurden über das kompromittierte Konto weitere Nachrichten mit schädlichen Phishing-Links versandt.
Die CDU Heilbronn veranlasste nach Bekanntwerden des Vorfalls Warnmaßnahmen für die Empfänger.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die ursprüngliche Nachricht Teil einer breit angelegten Phishing-Kampagne unbekannter Täter gewesen sein könnte. Hinweise auf einen politischen Hintergrund liegen bislang nicht vor. Die Auswertung digitaler Spuren und die Ermittlungen zu den Verantwortlichen dauern an.





