David Beck wird neuer Antisemitismusbeauftragter der bayerischen Justiz

München, 15. Oktober 2026 (JPD) – David Beck wird neuer Zentraler Antisemitismusbeauftragter der bayerischen Justiz. Der bisherige Hate-Speech-Beauftragte und Staatsanwalt als Gruppenleiter übernimmt das Amt von Oberstaatsanwalt Andreas Franck, der nach fünf Jahren an die Spitze des Amtsgerichts Freising wechselt.

Das Amt wurde im Oktober 2021 geschaffen und ist bei der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) der Generalstaatsanwaltschaft München angesiedelt. Es umfasst insbesondere Ermittlungsverfahren wegen antisemitisch motivierter Straftaten von besonderer Bedeutung.

Nach Angaben des bayerischen Justizministeriums leitete Franck während seiner Amtszeit in mehr als 250 Fällen Ermittlungen ein, erhob 38 Anklagen und erreichte 32 Verurteilungen. Insgesamt führten die 22 bayerischen Staatsanwaltschaften zwischen 2021 und 2025 rund 4.100 Ermittlungsverfahren wegen antisemitischer Straftaten, aus denen 942 gerichtliche Verurteilungen hervorgingen.

Justizminister Josef Schmid würdigte Francks Arbeit und bezeichnete Beck aufgrund seiner Erfahrung in der Extremismusbekämpfung als geeigneten Nachfolger.

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