
Wiesbaden, 14. Oktober 2026 (JPD) – Die Großhandelspreise in Deutschland sind im September 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Verkaufspreise im Großhandel um 8,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber August 2026 erhöhten sich die Preise um 1,9 Prozent. Damit erreichte die jährliche Teuerungsrate den höchsten Stand seit Februar 2023.
Bereits in den Vormonaten hatte sich der Preisanstieg beschleunigt. Im August lag die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei 6,8 Prozent, im Juli bei 5,3 Prozent. Ausschlaggebend für die Entwicklung waren nach Angaben der Statistiker weiterhin die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, die insbesondere Energieprodukte und industrielle Vorleistungsgüter verteuerten.
Mineralölprodukte fast 49 Prozent teurer
Den größten Einfluss auf die Entwicklung hatten die Preise für Mineralölerzeugnisse. Diese lagen im September um 48,8 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen allein gegenüber August um 10,5 Prozent.
Deutliche Preissteigerungen verzeichnete auch der Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug. Hier erhöhten sich die Preise gegenüber September 2025 um 24,9 Prozent. Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel verteuerten sich um 19,3 Prozent. Bei chemischen Erzeugnissen betrug der Anstieg 16,4 Prozent, bei Datenverarbeitungs- und peripheren Geräten 12,1 Prozent.
Preisrückgänge bei einzelnen Lebensmitteln
Entgegen dem allgemeinen Aufwärtstrend gingen die Großhandelspreise in einigen Warengruppen zurück. Lebende Tiere waren im September 15,1 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Die Preise für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette sanken um 9,7 Prozent. Fleisch und Fleischwaren verbilligten sich im Vorjahresvergleich um 6,0 Prozent.
Gegenüber August 2026 stiegen allerdings auch in diesen drei Warengruppen die Preise wieder an.





