
München, 13. Oktober 2026 (JPD) – Eine strengere Regulierung des Zugangs zu Trainingsdaten für Künstliche Intelligenz könnte Deutschland bis 2034 jährlich 155 Milliarden Euro an zusätzlicher Wertschöpfung kosten. Das geht aus einer Modellrechnung des ifo Instituts hervor. Demnach könnte generative KI insgesamt eine zusätzliche jährliche Wertschöpfung von 440 Milliarden Euro ermöglichen.
Die möglichen Einbußen ergeben sich laut Studie vor allem aus weniger leistungsfähigen KI-Modellen (75 Milliarden Euro), einer langsameren Verbreitung der Technologie (45 Milliarden Euro), eingeschränkter Forschung (25 Milliarden Euro) und geringerer KI-Entwicklung in Europa (10 Milliarden Euro).
Die Autoren sprechen sich dafür aus, die bestehende Text-und-Data-Mining-Ausnahme im europäischen Urheberrecht beizubehalten. Ergänzend empfehlen sie verhältnismäßige Transparenzpflichten, praktikable Widerspruchsmöglichkeiten und freiwillige Lizenzvereinbarungen.
Die EU-Kommission überprüft die entsprechende Urheberrechtsrichtlinie seit Mai 2026. Die Studie wurde von der Implement Consulting Group gemeinsam mit dem ifo Institut erstellt und von CCIA Europe und Google in Auftrag gegeben.
Das Institut betont, dass es sich bei den Zahlen um Potenzialabschätzungen und nicht um Prognosen handelt.





