IW-Studie: Bayern als einziges Bundesland Nettozahler beim Finanzausgleich

Köln, 12. Oktober 2026 (JPD) – Bayern ist nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) das einzige Bundesland, das unter Berücksichtigung des Finanzkraftausgleichs und zusätzlicher Bundeszuschüsse mehr abgibt, als es erhält. Ohne Umverteilung hätte der Freistaat pro Einwohner fast 1.200 Euro mehr zur Verfügung.

Am stärksten profitiert Bremen mit knapp 2.800 Euro je Einwohner, gefolgt von Berlin mit rund 1.800 Euro. Auch die ostdeutschen Länder und das Saarland erhalten erhebliche zusätzliche Mittel.

Besonders abhängig von Finanztransfers ist Thüringen, wo mehr als 30 Prozent der Einnahmen aus der Umverteilung stammen. Hessen und Baden-Württemberg zahlen zwar ebenfalls in den Finanzkraftausgleich ein, profitieren unter Berücksichtigung weiterer Bundeszuschüsse jedoch insgesamt.

Das IW fordert eine Reform mit stärkeren Leistungsanreizen. Solidarität zwischen den Ländern dürfe nicht dazu führen, dass deren Eigenverantwortung in den Hintergrund trete, erklärte IW-Experte Björn Kauder.

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