Deutsche Auslandsinvestitionen seit 2010 mehr als verdoppelt

Köln, 06.10.2026 (JPD) – Deutsche Unternehmen haben ihre Direktinvestitionen im Ausland seit 2010 mehr als verdoppelt. Der Bestand lag 2024 bei 1,689 Billionen Euro, wie eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft auf Basis von Bundesbank-Daten zeigt.

Wichtigstes Zielland waren die USA mit einem Anteil von 27,3 Prozent. Seit 2010 stiegen die deutschen Direktinvestitionen dort um 102 Prozent. China kam 2024 auf einen Anteil von 6,5 Prozent; der Investitionsbestand erhöhte sich seit 2010 um 281 Prozent.

Auf die 27 EU-Staaten entfielen 38 Prozent der deutschen Direktinvestitionen. Gegenüber 2010 entspricht dies einem Anstieg um 136 Prozent.

Nach Einschätzung des IW sind höhere Auslandsinvestitionen nicht grundsätzlich problematisch. Kritisch könne es aber werden, wenn Unternehmen ihre Produktion aus Kostengründen verlagern. Nach Angaben des Instituts haben entsprechende Motive bei Industrieunternehmen zuletzt an Bedeutung gewonnen.

Das IW fordert deshalb Reformen, um die Standortbedingungen in Deutschland zu verbessern und die Kostenbelastung für Unternehmen zu senken.

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