Goslar, 02.10.2026 (JPD) – Das Bleiverarbeitungsunternehmen JL Goslar GmbH hat sein Schutzschirmverfahren nach rund drei Monaten erfolgreich abgeschlossen. Die Gläubiger stimmten dem Insolvenzplan einstimmig zu, das Amtsgericht Goslar bestätigte ihn. Der Plan ist inzwischen rechtskräftig.
JL Goslar hatte das Schutzschirmverfahren am 25. Juni 2026 beantragt. Am 1. September wurde das Verfahren eröffnet, bereits am 25. September fand der Erörterungs- und Abstimmungstermin statt. Mit Rechtskraft des Insolvenzplans kann das Unternehmen nun wieder eigenverantwortlich handeln.
Teil der Sanierung ist eine personelle Restrukturierung. Insgesamt werden 27 Arbeitsplätze abgebaut. Acht Beschäftigten wurde gekündigt, 19 wechseln für sechs Monate in eine Transfergesellschaft. Künftig beschäftigt JL Goslar zunächst 82 Mitarbeiter.
Zum 31. Dezember 2026 soll zudem die hundertprozentige Tochtergesellschaft JL Goslar Anoden GmbH mit der Muttergesellschaft verschmolzen werden. Die bisher ausgelagerten Teile des Anodengeschäfts werden nach Goslar zurückverlagert. Das Betriebsgrundstück im rund 25 Kilometer entfernten Ilsenburg soll anschließend veräußert werden.
Die zwölf Beschäftigten der JL Goslar Anoden GmbH sollen von der Muttergesellschaft übernommen werden. Dadurch steigt die Mitarbeiterzahl 2027 nach Unternehmensangaben auf 94.
JL Goslar ist seit mehr als 100 Jahren in Goslar ansässig und verarbeitet Blei, Zinn und entsprechende Legierungen. Das Unternehmen will sich weiterhin auf die Bereiche Strahlenschutz, Apparatebau und Anoden für die Metallgewinnung konzentrieren.
Den Insolvenzplan erstellte Dr. Jörg Grau von Heublein Grau Rechtsanwälte. Als Sachwalter begleitet Torsten Gutmann von PLUTA das Verfahren und überwacht auch die Erfüllung des Insolvenzplans.






