
Wiesbaden, 28.09.2026 (JPD) – Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte sind in Deutschland in vielen Mangelberufen überdurchschnittlich stark vertreten. Während ihr Anteil an allen abhängig Beschäftigten 2025 bei 27 Prozent lag, betrug er unter Köchinnen und Köchen 56 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Auch in der Lebensmittelherstellung lag der Anteil mit 55 Prozent besonders hoch. Es folgten die Bodenverlegung mit 54 Prozent sowie Gerüstbau und Fleischverarbeitung mit jeweils 51 Prozent. Unter Bus- und Straßenbahnfahrern sowie Servicekräften in der Gastronomie hatten jeweils 47 Prozent eine Einwanderungsgeschichte.
In Pflegeberufen lag der Anteil bei 33 Prozent, bei zahnmedizinischen Fachangestellten bei 32 Prozent und in der Bauelektrik bei 29 Prozent. Deutlich niedriger war er dagegen unter Beschäftigten im Rettungsdienst mit sieben Prozent. Auch im Polizeivollzugsdienst sowie in öffentlicher Verwaltung und Justizverwaltung waren Menschen mit Einwanderungsgeschichte mit acht beziehungsweise neun Prozent vergleichsweise selten vertreten.
Nach Angaben von Destatis steigt die Erwerbstätigkeit Eingewanderter zudem mit der Aufenthaltsdauer. Unterschiede bestehen dabei nach Herkunftsregion und Geschlecht. Bei Menschen, die bereits 20 bis 25 Jahre in Deutschland leben, nähern sich die Erwerbstätigenquoten stärker an die Werte der Gesamtbevölkerung an.





