Bad Königshofen i. Grabfeld, 16. September 2026. Die BSH GmbH & Co. KG hat beim Amtsgericht Schweinfurt wegen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Alexander Zarzitzky von Anchor zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Der Geschäftsbetrieb des auf Solartechnologie spezialisierten Unternehmens wird fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der rund 80 verbliebenen Beschäftigten sollen für die kommenden Monate über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes gesichert werden. Die Gehälter für August wurden nach Angaben des Unternehmens regulär ausgezahlt.
BSH wurde 2009 gegründet und plant, vertreibt, installiert und wartet unter anderem Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern. Zum Angebot gehören außerdem Wärmepumpen, Wallboxen und Energiemanagementsysteme. Im Endkundengeschäft konzentrierte sich das Unternehmen insbesondere auf Produkte von SENEC. Während einer Wachstumsphase beschäftigte BSH 2025 durchschnittlich 153 Mitarbeiter.
Als Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen unter anderem einen Nachfragerückgang im Privatkundengeschäft seit 2024. Ein 2025 erarbeitetes Restrukturierungskonzept mit Personalabbau und Kostensenkungen habe nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Hinzu seien Forderungsausfälle infolge der Insolvenz von Tochtergesellschaften gekommen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit die wirtschaftliche Lage und die Auftragsbestände. Geplante Kundenprojekte sollen soweit möglich fortgeführt und abgeschlossen werden.
Parallel soll kurzfristig ein Investorenprozess starten. Ziel ist eine Sanierung des Unternehmens durch den Einstieg eines neuen Investors und die Fortführung des Geschäftsbetriebs.






