
Wiesbaden, 27. August 2026 (JPD). Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,5 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Nominallöhne im selben Zeitraum um 4,1 Prozent. Die Verbraucherpreise legten um 2,5 Prozent zu.
Damit stiegen die Verdienste auch unter Berücksichtigung der Inflation erneut. Besonders deutlich fiel das nominale Lohnwachstum in einzelnen Wirtschaftsbereichen aus.
In der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei erhöhten sich die Nominallöhne um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In der Energieversorgung betrug das Plus 7,6 Prozent, bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 7,5 Prozent.
Deutlich geringer waren die Zuwächse dagegen in den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung mit 3,4 Prozent sowie Erziehung und Unterricht mit 2,4 Prozent. Bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stiegen die Nominallöhne lediglich um 1,8 Prozent.
Besonders stark profitierten erneut Beschäftigte mit niedrigen Einkommen. Das Fünftel der Vollzeitbeschäftigten mit den geringsten Verdiensten verzeichnete im zweiten Quartal einen durchschnittlichen Nominallohnanstieg von 6,7 Prozent und damit den stärksten Zuwachs aller Verdienstgruppen.
Die Verdienste der Vollzeitbeschäftigten insgesamt stiegen um 3,9 Prozent. Beim einkommensstärksten Fünftel der Vollzeitkräfte lag der Zuwachs mit 3,3 Prozent ebenfalls unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Überdurchschnittliche Steigerungen gab es zudem bei Auszubildenden. Ihre Nominallöhne erhöhten sich um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Geringfügig Beschäftigte verzeichneten ein Plus von 4,7 Prozent.





