Auftragseingang im Bauhauptgewerbe steigt im Juni um 6,0 Prozent

Wiesbaden, 25. August 2026 (JPD). Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im Juni 2026 deutlich gestiegen. Preis-, saison- und kalenderbereinigt lag er 6,0 Prozent über dem Niveau des Vormonats, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Mehrere Großaufträge trugen zu dem kräftigen Anstieg bei.

Im Hochbau erhöhten sich die Auftragseingänge gegenüber Mai um 8,5 Prozent. Im Tiefbau betrug der Zuwachs 4,0 Prozent.

Auch der weniger schwankungsanfällige Dreimonatsvergleich zeigt eine deutliche Belebung. Von April bis Juni 2026 gingen kalender- und saisonbereinigt 5,7 Prozent mehr Aufträge ein als in den drei Monaten zuvor. Dabei stiegen die Auftragseingänge im Hochbau um 1,5 Prozent und im Tiefbau um 9,3 Prozent.

Tiefbau im Jahresvergleich besonders stark

Noch deutlicher fiel das Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang lag im Juni 11,3 Prozent über dem Wert vom Juni 2025.

Im Hochbau betrug der Zuwachs 4,3 Prozent. Der Tiefbau verzeichnete dagegen ein kräftiges Plus von 17,8 Prozent.

Nominal, also ohne Bereinigung um Preisveränderungen, lag das Auftragsvolumen sogar 20,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Umsatz steigt auf 11,2 Milliarden Euro

Auch die Umsätze des Bauhauptgewerbes entwickelten sich positiv. Real lagen sie im Juni 6,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

Nominal stiegen die Umsätze um 11,5 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro.

Zugleich nahm die Beschäftigung in der Branche zu. In den erfassten Betrieben waren im Juni rund 545.000 Personen tätig. Das waren 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Angaben des Statistischen Bundesamtes beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Bauhauptgewerbes mit mindestens 20 tätigen Personen.

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