
Trier, 14. August 2026 (JPD). Mehr als 130 junge Richterinnen und Richter aus dem gesamten Bundesgebiet haben vom 12. bis 14. August 2026 in Trier über aktuelle Herausforderungen und die künftige Ausgestaltung der Justiz beraten. Die Veranstaltung „Zukunft der Justiz – Justiz der Zukunft“ wurde federführend vom Oberlandesgericht Koblenz organisiert.
Im Mittelpunkt standen Fragen zur Weiterentwicklung der juristischen Ausbildung, zum richterlichen Selbstverständnis sowie zum Umgang der Justiz mit künstlicher Intelligenz und sozialen Medien.
In insgesamt sechs Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer unter anderem mit dem Berufseinstieg, richterlicher Persönlichkeit und Verantwortung, der Bedeutung der Verfassung für die richterliche Arbeit sowie dem Einsatz von KI bei gerichtlichen Entscheidungen. Weitere Themen waren Entscheidungen unter öffentlicher Beobachtung und der Umgang der Justiz mit Social Media.
An dem Austausch nahmen auch die Präsidentinnen und Präsidenten mehrerer Oberlandesgerichte teil. Vertreten waren unter anderem die Oberlandesgerichte Braunschweig, Celle, Hamm, Karlsruhe, Koblenz, Rostock und Zweibrücken.
Der Präsident des Oberlandesgerichts Koblenz, Thomas Henrichs, erklärte zum Auftakt, die Perspektiven und Ideen junger Richter sollten stärker in die Gestaltung der Justiz einbezogen werden. Der rheinland-pfälzische Justizminister Helmut Martin rief die Teilnehmer dazu auf, sich aktiv in die Weiterentwicklung des Rechtsstaats einzubringen.
Neben Workshops und Podiumsdiskussionen konnten sich die Teilnehmer über ein digitales Beteiligungssystem unmittelbar in die Debatten einschalten und zu unterschiedlichen Fragestellungen abstimmen. Nach Angaben des Oberlandesgerichts wurden dabei auch kritische Einschätzungen und konkrete Vorschläge für Veränderungen innerhalb der Justiz eingebracht.
Die Veranstaltung knüpft an einen ersten bundesweiten Austausch junger Richterinnen und Richter im Jahr 2024 in Recklinghausen an. Dieser ging auf eine Initiative der Oberlandesgerichte Braunschweig, Celle, Hamm und Koblenz zurück.
An der Vorbereitung der diesjährigen Tagung waren neben dem Oberlandesgericht Koblenz unter anderem das Brandenburgische Oberlandesgericht sowie die Oberlandesgerichte Braunschweig, Celle, Hamm, Karlsruhe, Rostock und Schleswig beteiligt. Auch das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken wirkte an der inhaltlichen Gestaltung mit.






