Automobillogistiker Elkas will sich in Eigenverwaltung sanieren

Gladenbach, 13. August 2026 (JPD). Die Elkas Logistic Solutions GmbH will ihre Finanzierung im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens neu ordnen. Das auf die Automobilbranche spezialisierte Unternehmen mit Sitz im hessischen Gladenbach hat beim Amtsgericht Marburg einen entsprechenden Antrag gestellt, dem das Gericht nach Unternehmensangaben bereits zugestimmt hat.

Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens uneingeschränkt fortgeführt werden. Elkas entwickelt und produziert Ladungsträger sowie Transport- und Lagerbehälter insbesondere für die Automobilindustrie. Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von etwa acht Millionen Euro.

Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten werden nach Angaben des Unternehmens bis einschließlich Oktober über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Der laufende Geschäftsbetrieb sei zudem für mindestens drei Monate durchfinanziert.

In dieser Zeit will Elkas seine langfristige Finanzierung neu aufstellen. Dabei strebt das Unternehmen insbesondere den Einstieg eines Investors an.

Als Gründe für die wirtschaftliche Belastung nennt Elkas hohe Strom- und Rohstoffpreise sowie die schwache Lage in der Automobilindustrie. Kunden hätten ihre Produktion zurückgefahren und bestellten entsprechend weniger.

Geschäftsführer Konrad Freitag betonte, Elkas sei nicht zahlungsunfähig. Das Unternehmen habe den Schritt vielmehr frühzeitig gewählt, um seine Finanzierung langfristig zu sichern und die Geschäftstätigkeit zu stabilisieren.

Bei einer Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung grundsätzlich im Amt und führt das Unternehmen unter insolvenzrechtlicher Aufsicht weiter. Das Verfahren soll eine Sanierung ermöglichen, während der operative Betrieb fortgesetzt wird.

Unterstützt wird Elkas während des Verfahrens von Restrukturierungsexperte Martin Schoebe von Greenmarck als Generalbevollmächtigtem sowie von Rechtsanwalt Markus Benner. Das Amtsgericht bestellte Rechtsanwalt Dr. Hans-Jörg Laudenbach von der Kanzlei Möller Theobald Jung Zenger zum vorläufigen Sachwalter. Er überwacht das Verfahren im Interesse der Gläubiger.

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