
München, 5. August 2026 (JPD). Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben sich innerhalb einer Woche erneut gegensätzlich entwickelt. Ein Liter Super E10 kostete im bundesweiten Durchschnitt 2,128 Euro und damit 1,1 Cent weniger als in der Vorwoche, wie eine Auswertung des ADAC ergab.
Der Dieselpreis stieg dagegen um 1,4 Cent. Autofahrerinnen und Autofahrer mussten im Durchschnitt 2,204 Euro je Liter bezahlen. Damit war Diesel rund 7,6 Cent teurer als Super E10.
Der Preis für Rohöl der Sorte Brent sank im selben Zeitraum deutlich. Ein Barrel mit 159 Litern kostete zuletzt etwa 79 US-Dollar und damit rund fünf US-Dollar weniger als eine Woche zuvor.
Der leichte Rückgang des Benzinpreises ist nach Einschätzung des ADAC angesichts der Entwicklung am Rohölmarkt zwar nachvollziehbar, fällt aber deutlich geringer aus als erwartet. Gemessen am Ölpreis und am Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar liege der Benzinpreis bereits seit mehreren Wochen auf einem zu hohen Niveau.
Der Mobilitätsclub sieht daher weiterhin erheblichen Spielraum für Preissenkungen. Das vorhandene Potenzial sei mit dem Rückgang um lediglich 1,1 Cent bei Weitem nicht ausgeschöpft worden.
Diesel verteuerte sich dagegen bereits zum sechsten Mal in Folge im Rahmen der wöchentlichen ADAC-Auswertung. Nach Angaben des Clubs wirken sich sinkende Rohölpreise nicht zwangsläufig unmittelbar auf den Dieselpreis aus.
Dabei spielten unter anderem die Nutzung von Diesel und verwandten Produkten außerhalb des Verkehrssektors sowie die hohe Importabhängigkeit eine Rolle.






