
Wiesbaden, 30. Juli 2026 (JPD). Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juli 2026 voraussichtlich auf 2,8 Prozent gestiegen. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch bei 2,3 Prozent gelegen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse mitteilte.
Gegenüber dem Vormonat Juni erhöhten sich die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,8 Prozent. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex, der für Vergleiche innerhalb der Europäischen Union verwendet wird, stieg ebenfalls um 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat und um 0,9 Prozent gegenüber Juni.
Ausschlaggebend für den stärkeren Preisauftrieb waren vor allem die Energiepreise. Sie lagen im Juli voraussichtlich 8,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juni hatte der Anstieg noch 3,4 Prozent und im Mai 6,6 Prozent betragen.
Die Preise für Waren erhöhten sich binnen Jahresfrist um 2,5 Prozent. Im Juni hatte die Teuerungsrate in diesem Bereich noch bei 1,7 Prozent gelegen. Dienstleistungen verteuerten sich um 2,9 Prozent nach 3,1 Prozent im Vormonat.
Bei Nahrungsmitteln blieb der Preisauftrieb dagegen gering. Sie kosteten voraussichtlich 0,4 Prozent mehr als im Juli 2025 und damit ebenso viel wie im Mai und Juni.
Die sogenannte Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie sank leicht. Sie betrug im Juli voraussichtlich 2,4 Prozent nach jeweils 2,5 Prozent im Mai und Juni.




