
München, 20. Juli 2026 (JPD). Die Stimmung im deutschen Mittelstand hat sich weiter eingetrübt. 45 Prozent der Finanzverantwortlichen bewerten ihre Geschäftsaussichten schlechter als noch drei Monate zuvor, wie eine Deloitte-Befragung unter 120 Finanzvorständen zeigt.
Als größte Belastung nannten 63 Prozent die schwache Inlandsnachfrage. Es folgten geopolitische Unsicherheiten mit 59 Prozent sowie steigende Rohstoff- und Energiekosten mit 45 beziehungsweise 44 Prozent.
Unternehmen erwarten weiteren Stellenabbau
Für 72 Prozent der Befragten steht die Kostenreduktion in den kommenden zwölf Monaten an erster Stelle. 59 Prozent wollen organisch wachsen, 48 Prozent den operativen Cashflow steigern.
Die Beschäftigungserwartungen bleiben mit einem Indexwert von minus 17 Prozent deutlich negativ. Auch bei Investitionen und Margen rechnen die Unternehmen mehrheitlich mit einer schwachen Entwicklung. Positiver fällt allein die Umsatzerwartung mit einem Indexwert von 25 Prozent aus.
KI bislang selten unternehmensweit eingesetzt
Künstliche Intelligenz kommt in den Finanzabteilungen bereits für einzelne Aufgaben zum Einsatz. Eine Ausweitung der Anwendungen planen jedoch nur 45 Prozent der Befragten. Rund 40 Prozent verfolgen bislang funktionsübergreifende KI-Projekte.
Für die Untersuchung wurden zwischen dem 16. April und dem 7. Mai 2026 insgesamt 120 Finanzvorstände mittelständischer Unternehmen in Deutschland befragt.






