
Wiesbaden, 20. Juli 2026 (JPD). Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Mai 2026 gingen sie nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent zurück.
Ohne Energie lagen die Erzeugerpreise 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist lediglich um 0,4 Prozent, wurde gegenüber Mai aber um 1,8 Prozent günstiger.
Metalle und Chemikalien deutlich teurer
Vorleistungsgüter kosteten 5,1 Prozent mehr als im Juni 2025. Besonders stark stiegen die Preise für Metalle um 11,8 Prozent und für chemische Grundstoffe um 12,9 Prozent. Edelmetalle verteuerten sich um 44 Prozent, Kupfer und Kupferhalbzeug um 26 Prozent.
Mineralölerzeugnisse waren infolge der Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten 23,7 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Strom verbilligte sich dagegen um 4,2 Prozent, Erdgas um 1,8 Prozent.
Nahrungsmittelpreise rückläufig
Investitionsgüter verteuerten sich um 2,1 Prozent und Gebrauchsgüter um 1,8 Prozent. Verbrauchsgüter waren dagegen 2,2 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.
Die Preise für Nahrungsmittel sanken insgesamt um 4,5 Prozent. Butter kostete 42 Prozent weniger als im Juni 2025, Schweinefleisch 21,8 Prozent weniger. Pflanzliche Öle verteuerten sich dagegen um 8,5 Prozent.





