
Wiesbaden, 15. Juli 2026 (JPD). Studierende mit eigener Haushaltsführung haben im Jahr 2025 durchschnittlich 54 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten ausgegeben. Damit war ihre Belastung mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung mit 24 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Bei alleinlebenden Studierenden lag der Anteil bei 56 Prozent. Studierende, die ausschließlich mit anderen Studierenden oder Auszubildenden zusammenlebten, verwendeten durchschnittlich 49 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen.
65 Prozent gelten als überbelastet
Nach der Eurostat-Definition gilt ein Haushalt als überbelastet, wenn die Wohnkosten mehr als 40 Prozent des verfügbaren Einkommens ausmachen. Dies traf auf 65 Prozent der Studierenden mit eigener Haushaltsführung und auf 66 Prozent der alleinlebenden Studierenden zu. In der Gesamtbevölkerung lag der Anteil bei elf Prozent.
Die Hälfte der Studierenden mit eigener Haushaltsführung verfügte über ein monatliches Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 963 Euro.
Im Durchschnitt stammten 45 Prozent ihrer Einkünfte aus eigener Erwerbstätigkeit. Weitere 29 Prozent entfielen auf Unterhaltszahlungen und andere private Unterstützung, 14 Prozent auf BAföG oder Stipendien und zwölf Prozent auf sonstige Einkünfte wie Kindergeld oder Hinterbliebenenrenten.





