
Magdeburg, 14. Juli 2026 (JPD). Nach einem schweren Angriff auf einen Polizeibeamten im Umfeld eines Zweitligaspiels beginnt am Montag, 20. Juli, vor dem Schwurgericht der Prozess gegen einen 29 Jahre alten Mann aus Aschersleben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord, schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und einen tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte vor.
Die Tat soll sich am 24. Januar während des Spiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden ereignet haben. In der Halbzeitpause sollen Anhänger des Magdeburger Vereins eingesetzte Polizeibeamte angegriffen haben. Dem Angeklagten wird eine führende Rolle bei den Ausschreitungen vorgeworfen.
15 Kilogramm schweren Pflasterstein geworfen
Der 29-Jährige soll einen rund 15 Kilogramm schweren Pflasterstein mit voller Kraft auf die Polizeikette geworfen haben. Der Stein traf nach Angaben des Gerichts einen Beamten am Kopf und verletzte ihn.
Aufgrund des Gewichts des Steins, der geringen Entfernung und der Wucht des Wurfs soll der Angeklagte tödliche Verletzungen zumindest billigend in Kauf genommen haben. Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe aus.
Der Mann wurde am 28. Januar festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Im Ermittlungsverfahren machte er von seinem Schweigerecht Gebrauch. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Für das Verfahren sind bislang 17 Zeugen und zwei Sachverständige vorgesehen. Weitere Verhandlungstermine sind bis Oktober angesetzt.
Aktenzeichen: 21a Ks 162 Js 3873/26 (1/26)



