Durchsuchungen wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs mit Angelreisen

Dresden, 14. Juli 2026 (JPD). Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen haben wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs umfangreiche Durchsuchungen in Sachsen und Niedersachsen durchgeführt. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf Männer im Alter zwischen 45 und 56 Jahren.

Durchsucht wurden fünf Privatwohnungen und vier Firmenobjekte in Dresden, Königsbrück, Stuhr, Winsen und Delmenhorst. An dem Einsatz waren auch die sächsische Bereitschaftspolizei und die Polizei Niedersachsen beteiligt.

Zahlungen für Angelreisen mutmaßlich umgeleitet

Die Beschuldigten sollen seit Anfang 2015 über ein Dresdner Reisebüro Angelreisen für eine norwegische Gesellschaft an Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft haben. Nach dem zugrunde liegenden Handelsvertretervertrag durften sie zwar Verträge vermitteln, aber keine Kundengelder vereinnahmen.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand sollen sie Rechnungen manipuliert und Zahlungen auf eigene Konten umgeleitet haben. Anschließend sollen unter Ausnutzung unterschiedlicher Wechselkurse zwischen Euro und Norwegischen Kronen lediglich verringerte Beträge an die norwegische Gesellschaft weitergeleitet worden sein.

Der mutmaßliche Schaden beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Die Ermittlungen dauern an.

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