
Wiesbaden, 29. Juni 2026 (JPD). Die Zahl der Geförderten nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz ist im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Insgesamt erhielten 186.100 Menschen in Deutschland Leistungen nach dem sogenannten Aufstiegs-BAföG, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 3.600 Fälle oder 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die insgesamt bewilligte Fördersumme stieg trotz des Rückgangs der Gefördertenzahl auf 1,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Plus von 1,9 Prozent. Mit dem Aufstiegs-BAföG werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer beruflicher Aufstiegsfortbildungen finanziell unterstützt, etwa bei Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, Lebensunterhalt, Kinderbetreuung oder Materialkosten für Meisterprüfungsprojekte.
Im Durchschnitt erhielten Geförderte im Jahr 2025 einen Zuschuss von 5.200 Euro. Das waren 100 Euro mehr als im Vorjahr. Zusätzlich wurden Darlehen von durchschnittlich 1.800 Euro pro Person bewilligt, ebenfalls 100 Euro mehr als 2024. Die Förderung wird je nach Förderbestandteil teils als Zuschuss und teils als Darlehen gewährt.
Der am häufigsten geförderte Fortbildungsberuf blieb 2025 der Beruf der staatlich anerkannten Erzieherin beziehungsweise des staatlich anerkannten Erziehers. Insgesamt wurden in diesem Bereich 52.000 Personen gefördert. Damit entfiel etwas mehr als ein Viertel aller Förderfälle auf diese Berufsgruppe. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der geförderten Erzieherinnen und Erzieher allerdings um 3.200 Fälle oder sechs Prozent. Danach folgten Industriemeisterinnen und Industriemeister Metall mit 9.600 Geförderten sowie Wirtschaftsfachwirtinnen und Wirtschaftsfachwirte mit 9.100 Geförderten.
Seit Einführung des Aufstiegs-BAföG vor 30 Jahren ist die Zahl der Geförderten deutlich gestiegen. Für das erste vollständig erhobene Jahr 1997 weist die Statistik 49.300 Geförderte aus. Im Jahr 2025 waren es mit 186.100 Personen rund 3,8-mal so viele. Den bisherigen Höchststand erreichte die Förderung im Jahr 2022 mit 192.400 Geförderten.
Auch der Frauenanteil unter den Geförderten hat sich langfristig deutlich erhöht. Während 1997 nur 17 Prozent der Geförderten weiblich waren, lag der Anteil im Jahr 2025 bei 42 Prozent. Der bisher höchste Frauenanteil wurde in den Jahren 2022 und 2023 mit jeweils 44 Prozent erreicht.




