
Informationsaustauschs auf Schloss Lautrach; Foto: Generalstaatsanwaltschaft München
Memmingen/Lautrach, 23. Juni 2026 (JPD)
Die Generalstaatsanwaltschaft München hat bei ihrer sechsten internationalen Fachtagung zum grenzüberschreitenden Informationsaustausch im Bereich Extremismus und Terrorismus vor wachsenden Bedrohungen für die europäischen Demokratien gewarnt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung auf Schloss Lautrach bei Memmingen standen Herausforderungen durch extremistische und terroristische Aktivitäten im analogen und digitalen Raum.
An der von der Münchner Generalstaatsanwaltschaft initiierten Tagung nahmen am 22. und 23. Juni 2026 hochrangige Vertreter von Justiz-, Polizei- und Sicherheitsbehörden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien teil. Ziel der Veranstaltung war die Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.
Nach Angaben der Veranstalter verdeutlichten Fachvorträge von Wissenschaftlern, Sicherheitsfachleuten und Behördenvertretern die zunehmende Bedeutung grenzüberschreitender Kooperationen. Diskutiert wurden insbesondere neue Gefährdungslagen für demokratische Gesellschaften sowie die Auswirkungen digitaler Kommunikations- und Vernetzungsstrukturen auf extremistische und terroristische Aktivitäten.
Der neue Münchner Generalstaatsanwalt Andreas Wimmer betonte die Notwendigkeit eines interdisziplinären Ansatzes bei der Entwicklung von Gegenstrategien. Neben sicherheitspolitischen Aspekten müssten auch Erkenntnisse aus Sozialpsychologie, Medizin, Ethik und Zukunftsforschung einbezogen werden.
Wimmer verwies zudem auf die Bedeutung eines engen internationalen Informationsaustauschs in Zeiten wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen. Die Tagung habe sich als wichtige Plattform für den Aufbau und die Pflege belastbarer Kooperationen zwischen den beteiligten Staaten etabliert.
Zur Generalstaatsanwaltschaft München gehört auch die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), die landesweit für entsprechende Ermittlungsverfahren zuständig ist.






