17,3 Millionen Menschen können sich keinen Urlaub leisten

Wiesbaden, 23. Juni 2026 (JPD) Rund 17,3 Millionen Menschen in Deutschland konnten sich im Jahr 2025 nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Das entspricht 21 Prozent der Bevölkerung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) mitteilte, blieb der Anteil gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Jahr 2023 hatte er noch bei 23 Prozent gelegen.

Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit besser da als der Durchschnitt der Europäischen Union. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat konnten sich 2025 EU-weit 28 Prozent der Menschen keinen einwöchigen Urlaub leisten.

Besonders häufig betroffen waren Menschen in Rumänien, wo 61 Prozent angaben, sich keine Urlaubsreise leisten zu können. Es folgten Griechenland mit 47 Prozent sowie Bulgarien und Ungarn mit jeweils 39 Prozent. Die niedrigsten Anteile verzeichneten Luxemburg mit 11 Prozent, Schweden mit 12 Prozent und die Niederlande mit 13 Prozent.

In Deutschland hängt die Möglichkeit einer Urlaubsreise stark vom Einkommen ab. Im einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung mit einem monatlichen Nettoäquivalenzeinkommen von höchstens rund 1.600 Euro konnten sich 48 Prozent der Menschen keine einwöchige Reise leisten. Im nächsthöheren Einkommensfünftel mit bis zu rund 2.100 Euro monatlich lag der Anteil bei 28 Prozent.

Überdurchschnittlich betroffen waren zudem Haushalte, in denen nur eine Person Erwerbseinkommen erzielen kann. Unter Alleinerziehenden gaben 39 Prozent an, sich keinen Urlaub leisten zu können. Bei Alleinlebenden lag der Anteil bei 29 Prozent. Zum Vergleich: In Haushalten mit zwei Erwachsenen ohne Kinder waren 16 Prozent betroffen, bei Paaren mit Kindern 18 Prozent.

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