Auftragsbestand der Industrie steigt im April leicht an

Wiesbaden, 18. Juni 2026 (JPD) Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im April 2026 leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich der preisbereinigte Auftragsbestand gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum April 2025 lag der Bestand sogar um 8,4 Prozent höher.

Für den Anstieg waren insbesondere die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen verantwortlich, deren Auftragsbestände um 2,4 Prozent zunahmen. Auch der Sonstige Fahrzeugbau, zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe und Schienenfahrzeuge zählen, verzeichnete ein Plus von 0,6 Prozent. Belastend wirkte dagegen die Chemieindustrie, deren Auftragsbestand um 3,7 Prozent zurückging.

Die offenen Aufträge aus dem Inland stiegen gegenüber März um 0,2 Prozent, während die Bestände aus dem Ausland um 0,6 Prozent zulegten. Nach Gütergruppen erhöhte sich der Auftragsbestand bei den Herstellern von Investitionsgütern um 0,5 Prozent und bei Konsumgütern um 1,6 Prozent. Im Bereich der Vorleistungsgüter blieb er unverändert.

Die sogenannte Reichweite des Auftragsbestands verharrte im April bei 8,8 Monaten. Damit könnten die Unternehmen ihre bestehenden Aufträge bei gleichbleibendem Umsatz und ohne neue Bestellungen rechnerisch fast neun Monate lang abarbeiten. Bei den Investitionsgüterherstellern lag die Reichweite weiterhin bei 12,2 Monaten, bei Vorleistungsgütern bei 4,6 Monaten und bei Konsumgütern bei 4,0 Monaten.

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