
Wiesbaden, 16. Juni 2026 (JPD) Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist im Jahr 2025 erstmals seit 2020 wieder zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten zum Jahresende 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Das waren 110.000 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bereits 2024 hatte sich das Bevölkerungswachstum deutlich abgeschwächt.
Ursächlich für den Rückgang waren sowohl die natürliche Bevölkerungsentwicklung als auch die Wanderungsbewegungen. Der Überschuss der Sterbefälle über die Geburten erhöhte sich von 331.000 auf 352.000 Personen. Gleichzeitig sank der Wanderungssaldo deutlich von 430.000 auf 235.000 Personen. Die Nettozuwanderung konnte das Geburtendefizit damit nicht ausgleichen.
Geburtendefizit und rückläufige Zuwanderung prägen Entwicklung
Regional fiel der Bevölkerungsrückgang in den ostdeutschen Bundesländern mit minus 0,5 Prozent stärker aus als im Westen mit minus 0,1 Prozent. Zuwächse verzeichneten ausschließlich die Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit jeweils 0,4 Prozent sowie Bremen mit 0,3 Prozent. Unter den Flächenländern waren Thüringen, Sachsen-Anhalt und das Saarland am stärksten vom Bevölkerungsrückgang betroffen.
Auch die Altersstruktur verschob sich weiter. Die Zahl der 60- bis 79-Jährigen nahm um 358.000 Personen beziehungsweise 2,8 Prozent zu. Dagegen verringerte sich die Zahl der Menschen ab 80 Jahren um 151.000 Personen. Rückgänge gab es zudem bei den unter 20-Jährigen sowie bei den 20- bis 59-Jährigen. Insgesamt stieg die Zahl der Menschen ab 60 Jahren binnen eines Jahres um 387.000 auf einen Bevölkerungsanteil von 31 Prozent.
Die ausländische Bevölkerung wuchs 2025 lediglich um 39.000 Personen beziehungsweise 0,3 Prozent auf 12,4 Millionen Menschen. Damit fiel der Anstieg deutlich geringer aus als im Vorjahr, als noch ein Zuwachs von 283.000 Personen registriert worden war. Die größten ausländischen Bevölkerungsgruppen stellten weiterhin Staatsangehörige aus der Türkei, der Ukraine, Syrien, Rumänien und Polen.





