Rassistisch motivierter Angriff in Friedberger Schule: Anklage wegen versuchten Mordes erhoben

München/Augsburg, 4. März 2026 (JPD) Die Generalstaatsanwaltschaft München hat Anklage gegen einen 15-Jährigen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in jeweils zwei Fällen erhoben. Die Anklage ging bereits am 3. Februar 2026 bei der Jugendkammer des Landgericht Augsburg ein. Nach Angaben der Behörde geht sie von einer rassistischen Tatmotivation aus. Der Jugendliche befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft in einer Jugendstrafvollzugsanstalt.

Vorwurf des versuchten Mordes nach Angriff auf Mitschüler

Nach Abschluss der Ermittlungen, die unter Sachleitung der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus geführt wurden, soll sich der Angeschuldigte am 2. Oktober 2025 gegen 7.55 Uhr bewaffnet auf den Pausenhof der Mittelschule Friedberg begeben haben. Er habe einen Hammer sowie zwei erlaubnisfreie Soft-Air-Pistolen mitgeführt und geplant, Personen muslimischen Glaubens oder mit ausländischer Herkunft zu töten.

Den Ermittlungen zufolge griff er unvermittelt einen 14-jährigen Schüler irakischer Herkunft sowie einen 13-jährigen Mitschüler mit kosovarischen Wurzeln an und schlug mit dem Hammer auf Kopf und Körper ein. Die beiden Jugendlichen erlitten leichte beziehungsweise mittelschwere Verletzungen. Das Landgericht Augsburg entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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