
München, 17. Juni 2026 (JPD) Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind innerhalb einer Woche spürbar gesunken. Nach Angaben des ADAC verbilligte sich ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt um 5,2 Cent auf 1,854 Euro. Diesel kostete mit 1,797 Euro je Liter sogar 9,1 Cent weniger als in der Vorwoche.
Damit erreichen die Spritpreise den niedrigsten Stand seit Anfang März. Aus Sicht des ADAC fällt der Preisrückgang jedoch geringer aus, als es die Entwicklung auf den Energiemärkten erwarten ließe.
Hintergrund ist der deutlich gesunkene Rohölpreis. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel innerhalb einer Woche um mehr als zwölf US-Dollar auf rund 79 US-Dollar. Als Gründe werden die Aussicht auf ein Friedensabkommen im Nahen Osten sowie die Öffnung der Straße von Hormus genannt.
Nach Einschätzung des ADAC müssten die Kraftstoffpreise angesichts dieser Entwicklung stärker nachgeben. Zwar liege der Ölpreis inzwischen wieder etwa auf dem Niveau von Anfang März. Allerdings galt damals noch nicht die vorübergehende Absenkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel, wodurch sich zusätzlicher Spielraum für niedrigere Verbraucherpreise ergebe.
Autofahrer können nach Angaben des Clubs zudem durch die Wahl des richtigen Tankzeitpunkts sparen. Am günstigsten sei Tanken regelmäßig kurz vor 12 Uhr mittags. Im vergangenen Monat lagen die Preisunterschiede zwischen Tageshöchst- und Tagestiefstwerten durchschnittlich bei 14,6 Cent je Liter Super E10 und 18,4 Cent je Liter Diesel.





