Königstein im Taunus, 4. August 2026 (JPD). Die Trägergesellschaft der Kindertagesstätte Lila Launehof in Königstein im Taunus hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Königstein im Taunus bestellte Rechtsanwalt Alexander Eggen von der Kanzlei Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Eggen und sein Team prüfen derzeit die wirtschaftliche Lage der Kindertagesstätte, die erst im Herbst 2025 eröffnet wurde. Der Betrieb läuft nach Angaben der Beteiligten vorerst in vollem Umfang weiter. Auch die Betreuung der aktuell 16 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren ist weiterhin gewährleistet.
Die Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter informierten die Mitarbeitenden und die Eltern bereits über die wirtschaftliche Situation und die nächsten Schritte. Die Löhne und Gehälter der insgesamt 13 Mitarbeitenden sind bis Ende September 2026 durch das Insolvenzgeld abgesichert.
Nach Einschätzung des vorläufigen Insolvenzverwalters ist eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung über September hinaus derzeit allerdings nur unter veränderten Voraussetzungen absehbar. Erforderlich sei entweder der Einstieg eines Investors oder eine deutlich höhere Auslastung der Einrichtung.
„Ziel ist, dass wir möglichst zeitnah eine Perspektive für den Betrieb der Kindertagesstätte und damit auch für die Mitarbeitenden und die Eltern schaffen können“, erklärte Eggen. Potenzielle Investoren könnten sich unmittelbar an den vorläufigen Insolvenzverwalter wenden.
Die Kita Lila Launehof verfügt über Betreuungsplätze für bis zu 40 Kinder. Derzeit sind 16 Plätze belegt. Das pädagogische Konzept der Einrichtung setzt nach Angaben der Trägergesellschaft auf Individualität, Partizipation, Naturverbundenheit und Selbstständigkeit.






