Kfz-Mechatroniker und medizinische Fachangestellte bleiben beliebteste Ausbildungsberufe

Wiesbaden, 6. August 2026 (JPD). Die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker ist bei Männern auch 2025 der beliebteste duale Ausbildungsberuf gewesen. Bei Frauen stand erneut die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten an erster Stelle, wie das Statistische Bundesamt nach endgültigen Ergebnissen mitteilte.

Insgesamt begannen 461.900 Menschen eine duale Berufsausbildung. Das waren 13.100 oder 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereits 2024 war die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um ein Prozent gesunken.

Von den männlichen Auszubildenden entschieden sich 22.300 beziehungsweise acht Prozent für den Beruf des Kfz-Mechatronikers. Auf Platz zwei folgte der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 13.900 Neuverträgen. Knapp dahinter lag der Elektroniker mit 13.800 Neuverträgen.

Die Ausbildung zum Fachinformatiker fiel bei Männern vom zweiten auf den vierten Platz zurück. Gegenüber dem Vorjahr wurden in diesem Beruf 2.300 weniger neue Verträge abgeschlossen.

Bei den Frauen begannen 16.100 beziehungsweise zehn Prozent eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten. Es folgten die Kauffrau für Büromanagement mit 14.900 und die zahnmedizinische Fachangestellte mit 13.400 Neuverträgen. Die Reihenfolge der drei beliebtesten Berufe blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Deutlich unterschiedlich entwickelte sich die Zahl der Auszubildenden nach Staatsangehörigkeit. Während die Zahl der deutschen Auszubildenden mit neuem Vertrag um 25.600 oder sechs Prozent sank, stieg die Zahl der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 12.400 beziehungsweise 18 Prozent.

Insgesamt schlossen 82.400 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit einen neuen Ausbildungsvertrag ab. Damit hat sich ihre Zahl innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2015 waren es noch knapp 38.800 gewesen.

Besonders stark stieg die Zahl der Neuverträge bei Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit. Sie erhöhte sich um 64 Prozent auf 9.500. Bei vietnamesischen Auszubildenden gab es einen Zuwachs um 36 Prozent auf 9.600. Auch bei türkischen und afghanischen Staatsangehörigen nahmen die Neuverträge deutlich zu.

Bei Männern war der Kfz-Mechatroniker unabhängig von der Staatsangehörigkeit der häufigste Ausbildungsberuf. Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit entschieden sich besonders oft für medizinische Berufe. 23 Prozent begannen eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten, elf Prozent zur medizinischen Fachangestellten.

Zum Jahresende 2025 befanden sich insgesamt rund 1,21 Millionen Menschen in einer dualen Berufsausbildung. Das waren 6.100 oder 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte absolvierte ihre Ausbildung im Bereich Industrie und Handel, weitere 29 Prozent im Handwerk.

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