
Wiesbaden, 5. August 2026 (JPD). Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten auch nach dem Eintritt in die Altersrente. Im Jahr 2025 waren 14 Prozent der Rentnerinnen und Rentner zwischen 65 und 74 Jahren erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage erster Ergebnisse des Mikrozensus mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil bei 13 Prozent gelegen.
Männliche Rentenbezieher gingen häufiger einer Erwerbstätigkeit nach als weibliche. Von den Rentnern arbeiteten 16 Prozent, von den Rentnerinnen 11 Prozent.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Erwerbstätigkeit deutlich ab. Unter den 65- und 66-jährigen Rentenbeziehenden arbeitete knapp ein Fünftel. Bei den 73- und 74-Jährigen waren es noch acht Prozent.
Auch das Bildungsniveau spielt eine Rolle. Von den Rentnerinnen und Rentnern mit einem höheren Bildungsabschluss waren 18 Prozent erwerbstätig. Bei mittlerem Bildungsniveau lag der Anteil bei 12 Prozent, bei niedrigem Bildungsniveau bei 10 Prozent.
Nach Einschätzung der Statistiker könnte dies unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass Menschen mit höherem Bildungsniveau häufiger aus Freude an ihrer Tätigkeit weiterarbeiten.
Von den erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentnern waren 73 Prozent abhängig beschäftigt. Weitere 27 Prozent arbeiteten selbstständig. Unter den abhängig beschäftigten Rentenbeziehenden gingen 65 Prozent einer geringfügigen Beschäftigung nach.
Die meisten erwerbstätigen Rentner arbeiteten mit einem reduzierten Stundenumfang. 40 Prozent waren weniger als zehn Stunden pro Woche tätig, weitere 25 Prozent zwischen zehn und weniger als 20 Stunden. Damit arbeiteten knapp zwei Drittel weniger als 20 Wochenstunden.
Zwölf Prozent kamen auf 20 bis weniger als 30 Stunden, neun Prozent auf 30 bis weniger als 40 Stunden. Bei 13 Prozent lag die regelmäßige Arbeitszeit bei mehr als 40 Stunden pro Woche.
Besonders hoch war der Anteil langer Arbeitszeiten unter den Selbstständigen. Von ihnen arbeiteten 28 Prozent mehr als 40 Stunden pro Woche. Unter den abhängig beschäftigten Rentnerinnen und Rentnern traf dies auf acht Prozent zu.





