Insolvenz bei WFT: Geschäftsbetrieb wird unter vorläufiger Verwaltung fortgeführt

Hannover, 13. Mai 2026 (JPD) Das Amtsgericht Holzminden hat am 12. Mai 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der WFT Werkzeug- und Frästechnik GmbH in Delligsen (Niedersachsen) angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Nikolas Otto von der Restrukturierungskanzlei BBL Brockdorff bestellt.

Geschäftsbetrieb läuft trotz vorläufiger Insolvenz weiter und Investorensuche startet

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat nach ersten Prüfungen die Fortführung des Geschäftsbetriebs sowie die Einleitung einer Investorensuche angekündigt. Nach Angaben aus dem Verfahren verzeichne das Unternehmen nach einer Phase schwächerer Erlöse wieder steigende Aufträge, zugleich sei es für belastbare Prognosen noch zu früh. Parallel sollen die Gespräche mit Kunden intensiviert werden, um die laufende Auftragsabwicklung abzusichern.

WFT wird bestehende Verträge weiterhin erfüllen und auch neue Aufträge annehmen. Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung führen dazu Gespräche mit der Kundschaft. Die Ansprüche der 51 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld bis Juni 2026 abgesichert, wodurch das Unternehmen in der aktuellen Phase entlastet wird.

Die 1997 gegründete WFT Werkzeug- und Frästechnik GmbH ist auf Vorserien- und Serienwerkzeuge spezialisiert und fertigt Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 50 Tonnen. Kunden stammen vor allem aus der Automobilindustrie sowie aus Bahn-, Luftfahrt- und Medizintechnik.

Auslöser des Insolvenzantrags waren Liquiditätsengpässe infolge geringer Auslastung und schwacher Umsätze in den Wintermonaten sowie verzögerte Zahlungseingänge und ein erhöhter Vorfinanzierungsbedarf für neue Aufträge. Seit März hat sich die Auftragslage nach Unternehmensangaben wieder verbessert.

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