
Wiesbaden, 13. Mai 2026 (JPD) Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im April 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis lagen die Preise um 6,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im März hatte die Jahresveränderungsrate noch bei 4,1 Prozent gelegen. Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt im Februar 2023 gegeben.
Als Hauptursache für die Preisentwicklung nennt Destatis die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. Diese hätten insbesondere die Preise für Energieprodukte und Rohstoffe erhöht. Gegenüber März 2026 stiegen die Großhandelspreise insgesamt um 2,0 Prozent.
Mineralölerzeugnisse verteuern sich besonders stark
Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung hatten Mineralölerzeugnisse. Deren Preise lagen im April 2026 um 37,3 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen auch im Monatsvergleich deutlich um 12,7 Prozent. Ebenfalls kräftig verteuerten sich Nicht-Eisen-Erze, Metalle und Metallhalbzeug mit einem Plus von 40,2 Prozent gegenüber April 2025.
Steigende Preise verzeichnete zudem der Großhandel mit Blumen und Pflanzen sowie mit chemischen Erzeugnissen. Rückläufig waren dagegen die Preise für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette mit einem Minus von 7,8 Prozent. Auch Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze verbilligten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,5 Prozent.



