Industrieaufträge steigen im Juni um 3,1 Prozent

Wiesbaden, 6. August 2026 (JPD). Die deutsche Industrie hat im Juni deutlich mehr Aufträge erhalten. Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe stieg gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte.

Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen fiel der Auftragseingang dagegen um 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2025 lagen die Bestellungen kalenderbereinigt um 6,5 Prozent höher.

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich nahmen die Auftragseingänge von April bis Juni gegenüber den drei vorangegangenen Monaten um 1,3 Prozent zu. Ohne Großaufträge blieben sie unverändert.

Das Statistische Bundesamt revidierte zugleich die Entwicklung für Mai deutlich nach unten. Danach stiegen die Auftragseingänge gegenüber April lediglich um 0,3 Prozent. Zunächst war ein Zuwachs von 1,9 Prozent gemeldet worden. Grund für die Korrektur war eine Anpassung bei der Preisbereinigung.

Den stärksten Beitrag zum Auftragsplus im Juni leistete die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Dort stiegen die Bestellungen um 22,7 Prozent. Im Maschinenbau betrug der Zuwachs 12,7 Prozent. In beiden Branchen meldeten mehrere Unternehmen Großaufträge.

Auch die Automobilindustrie verzeichnete mit einem Plus von 3,8 Prozent mehr Bestellungen. Im sonstigen Fahrzeugbau, zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge zählen, brachen die Auftragseingänge dagegen gegenüber dem hohen Niveau des Vormonats um 41,7 Prozent ein. Für diesen Bereich lagen noch nicht alle Angaben zu Großaufträgen vor.

Bei den Investitionsgütern stiegen die Bestellungen um 6,4 Prozent, bei den Konsumgütern um 4,2 Prozent. Die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter sanken hingegen um 2,5 Prozent.

Die Inlandsaufträge erhöhten sich im Juni um 7,8 Prozent. Die Bestellungen aus dem Ausland nahmen insgesamt nur um 0,2 Prozent zu. Dabei gingen die Aufträge aus der Eurozone um 14 Prozent zurück, während die Bestellungen aus Staaten außerhalb der Eurozone um 10,2 Prozent stiegen.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe sank im Juni gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2025 lag er kalenderbereinigt um 0,4 Prozent niedriger.

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