
Wiesbaden, 29. August 2025 (JPD) – Die Importpreise in Deutschland lagen im Juli 2025 um 1,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit setzte sich der Rückgang in ähnlicher Größenordnung wie im Juni fort. Gegenüber Juni 2025 fielen die Einfuhrpreise um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte. Die Exportpreise lagen im Juli 2025 dagegen um 0,6 Prozent über dem Vorjahreswert, sanken aber um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
Haupttreiber für den Rückgang der Importpreise war erneut die Entwicklung der Energiepreise, die im Juli 2025 um 12,5 Prozent niedriger lagen als ein Jahr zuvor. Besonders stark verbilligten sich Rohöl (-22,7 Prozent), Steinkohle (-17,9 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (-12,9 Prozent). Dagegen verteuerte sich Strom im Vorjahresvergleich erheblich um 30,5 Prozent. Ohne Energie lagen die Importpreise im Juli 2025 um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Auch bei Vorleistungs- und Investitionsgütern wurden Rückgänge verzeichnet. Vorleistungsgüter kosteten im Juli 2025 im Durchschnitt 1,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, Investitionsgüter 0,5 Prozent weniger. Konsumgüter und landwirtschaftliche Güter dagegen verteuerten sich: Importierte Verbrauchsgüter lagen 2,3 Prozent über Vorjahresniveau, insbesondere Nahrungsmittel (+9,4 Prozent) wie Orangensaft (+41,6 Prozent), Kaffee (+34,5 Prozent) oder Fleischprodukte.
Im Exportbereich waren es vor allem Konsum- und Investitionsgüter, die die Preissteigerungen bestimmten. Konsumgüter verteuerten sich im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent, darunter Nahrungsmittel mit +6,3 Prozent. Kaffee wurde im Export sogar zu 51,7 Prozent höheren Preisen gehandelt. Investitionsgüter stiegen um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während Vorleistungsgüter preislich stabil blieben. Energieexporte legten leicht zu (+0,3 Prozent), mit deutlichen Anstiegen bei Erdgas (+10,2 Prozent).
Die Berechnung der Außenhandelspreisindizes erfolgt auf Basis der vertraglich vereinbarten Preise zwischen inländischen Unternehmen und ihren ausländischen Handelspartnern, ohne Einbeziehung von Steuern und Zöllen.