
München, 20. Mai 2026 (JPD) Deutsche Industrieunternehmen sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten weiter schwinden. Nach einer Umfrage des ifo Instituts berichteten im April 25,2 Prozent der Unternehmen von Wettbewerbsverlusten außerhalb der Europäischen Union. Innerhalb Europas lag der Anteil bei 15,5 Prozent. Eine Verbesserung der Entwicklung sei bislang nicht erkennbar, erklärte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Die Einschätzung der eigenen Marktposition habe sich branchenübergreifend verschlechtert. Besonders angespannt bleibt die Lage in der Automobilindustrie, in der rund 38 Prozent der Unternehmen eine sinkende internationale Wettbewerbsfähigkeit meldeten. Auch im Maschinenbau mit 31,8 Prozent sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 38,3 Prozent sehen viele Betriebe Wettbewerbsnachteile. Bei Herstellern von Metallerzeugnissen lag der Anteil bei 34,5 Prozent.
Chemische Industrie mit leichter Verbesserung in Europa
Eine Ausnahme bildet die chemische Industrie. Dort verbesserte sich die Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb Europas leicht. Außerhalb Europas verschlechterte sich die Bewertung jedoch weiter. Wohlrabe warnte, Deutschland drohe im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen. Um gegenzusteuern, seien Reformen notwendig.





