
Wiesbaden, 20. April 2026 (JPD) Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Februar 2026 gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistisches Bundesamt nahm der reale Bestand saison- und kalenderbereinigt um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein kalenderbereinigter Anstieg von 7,5 Prozent. Treiber der Entwicklung waren insbesondere einzelne Industriezweige mit steigender Nachfrage.
Industrieaufträge steigen – Reichweite nimmt zu
Zum Zuwachs trugen vor allem die Automobilindustrie mit einem Plus von 3,8 Prozent sowie der sonstige Fahrzeugbau bei. Auch die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen verzeichnete einen Anstieg. Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich um 0,7 Prozent, während die Auslandsaufträge mit 1,1 Prozent stärker zulegten.
Nach Gütergruppen stieg der Auftragsbestand bei Investitionsgütern um 1,2 Prozent, während er bei Vorleistungsgütern leicht um 0,2 Prozent zurückging. Hersteller von Konsumgütern verzeichneten einen Zuwachs von 2,4 Prozent, unter anderem infolge eines Großauftrags im Bereich technischer Textilien. Insgesamt zeigt sich eine differenzierte Entwicklung innerhalb der Industrie.
Die Reichweite des Auftragsbestands erhöhte sich im Februar auf 8,6 Monate nach 8,3 Monaten im Januar. Bei Investitionsgütern lag sie bei 12,0 Monaten, bei Vorleistungsgütern unverändert bei 4,5 Monaten und bei Konsumgütern bei 3,8 Monaten. Die Kennzahl gibt an, wie lange die vorhandenen Aufträge bei konstantem Umsatz ohne neue Bestellungen abgearbeitet werden können.





