
München, 20. April 2026 (JPD) Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionspläne für das laufende Jahr leicht nach oben korrigiert. Die Investitionserwartungen des ifo Institut stiegen im März auf plus 0,2 Punkte, nachdem sie im Dezember 2025 noch bei minus 3,1 Punkten gelegen hatten. Eine verbesserte Auftragslage in der Industrie habe die Stimmung aufgehellt, zugleich wirkten gestiegene Energiekosten und zunehmende Unsicherheiten dämpfend auf die wirtschaftliche Erholung.
Investitionserwartungen steigen – Energiepreise bremsen Dynamik
Besonders deutlich fiel der Anstieg in der Industrie aus. Dort erhöhte sich der Saldo von minus 6,9 Punkten im Dezember auf plus 0,1 Punkte im März. Vor allem nicht-energieintensive Branchen planen verstärkt Investitionen; hier drehte der Saldo von minus 6,4 auf plus 2,0 Punkte. Zuwächse verzeichneten insbesondere der Maschinenbau sowie der Fahrzeugbau, während energieintensive Bereiche weiterhin zurückhaltend bleiben. In der Chemie verschlechterten sich die Erwartungen erneut leicht.
Auch die geplanten Ausgaben für Forschung und Entwicklung nehmen wieder zu. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg der entsprechende Saldo von minus 4,1 auf plus 1,2 Punkte. Unternehmen rechnen zudem branchenübergreifend mit höheren Investitionen in Software, was unter anderem auf die zunehmende Nutzung Künstlicher Intelligenz zurückgeführt wird.
Im Handel bleibt die Investitionsbereitschaft dagegen schwach. Der Saldo lag im März nahezu unverändert bei minus 9,6 Punkten. Dienstleistungsunternehmen bestätigten hingegen ihren moderat positiven Ausblick und steigerten ihre Erwartungen leicht auf plus 2,8 Punkte. Die ifo-Erhebung misst dabei die Differenz zwischen Unternehmen mit geplanten Investitionsausweitungen und jenen mit Kürzungsabsichten, ohne die absolute Höhe der Investitionen zu erfassen.




