
Wiesbaden, 20. April 2026 (JPD) Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland sind im März 2026 leicht gesunken. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilt, lagen sie um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber Februar 2026 stiegen die Preise jedoch deutlich um 2,5 Prozent und verzeichneten damit den stärksten Monatsanstieg seit August 2022. Ausschlaggebend für beide Entwicklungen waren vor allem die Energiepreise.
Energiepreise prägen Entwicklung der Erzeugerpreise
Im Jahresvergleich gingen die Energiepreise um 3,2 Prozent zurück, was maßgeblich zum Rückgang des Gesamtindex beitrug. Gleichzeitig kam es binnen Monatsfrist zu einem deutlichen Anstieg um 7,5 Prozent, insbesondere infolge steigender Preise für Mineralölerzeugnisse im Zusammenhang mit den Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. Dagegen wirkten rückläufige Preise für Erdgas und Strom im Vorjahresvergleich dämpfend, auch wenn sich bei Börsenpreisen für Erdgas bereits deutliche Anstiege zeigten.
Ohne Berücksichtigung von Energie erhöhten sich die Erzeugerpreise gegenüber März 2025 um 1,3 Prozent und gegenüber Februar 2026 um 0,4 Prozent. Während Verbrauchsgüter im Jahresvergleich günstiger wurden, verteuerten sich Investitions-, Gebrauchs- und Vorleistungsgüter. Investitionsgüter lagen 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau, insbesondere Maschinen sowie Kraftfahrzeuge und -teile. Auch Gebrauchsgüter verteuerten sich um 1,9 Prozent.
Verbrauchsgüterpreise sanken im Jahresvergleich um 0,3 Prozent, wobei Nahrungsmittel insgesamt günstiger waren. Deutliche Preisrückgänge gab es unter anderem bei Butter und Schweinefleisch, während Rindfleisch und Kaffee teurer wurden. Gegenüber dem Vormonat zogen die Preise für Verbrauchsgüter jedoch leicht an.
Bei Vorleistungsgütern stiegen die Preise im Jahresvergleich um 1,5 Prozent. Treiber waren vor allem höhere Metallpreise, darunter ein deutlicher Anstieg bei Edelmetallen und Kupfer. Auch Holz sowie Glas verteuerten sich, während chemische Grundstoffe und Papier günstiger wurden. Insgesamt zeigt sich eine von Energie- und Rohstoffpreisen geprägte Entwicklung der Erzeugerpreise.




