Deutschland: Exporte in den Iran 2025 um 24,5 Prozent gesunken

Wiesbaden, 20. April 2026 (JPD) Die deutschen Exporte in den Iran sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Statistisches Bundesamt belief sich der Warenwert auf 961,6 Millionen Euro, ein Minus von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Importe aus dem Iran stiegen hingegen leicht um 1,7 Prozent auf 234,5 Millionen Euro. Langfristig zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Seit 2018 sanken die Exporte um 64,3 Prozent, die Importe um 46,8 Prozent.

Außenhandel mit dem Iran verliert an Bedeutung

In der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner Deutschlands fiel der Iran exportseitig auf Platz 72 zurück, nach Rang 68 im Vorjahr. Importseitig belegte das Land Rang 99. Vor der Wiedereinführung umfassender US-Sanktionen Ende 2018 hatte der Iran noch deutlich bessere Platzierungen erreicht. Die Entwicklung verdeutlicht die anhaltenden Einschränkungen im bilateralen Handel.

Wichtigstes Exportgut waren 2025 Maschinen mit einem Wert von 248,4 Millionen Euro, gefolgt von pharmazeutischen und chemischen Erzeugnissen. Auf der Importseite dominierten Nahrungsmittel mit einem Anteil von 65,6 Prozent, darunter vor allem Pistazien. Weitere Einfuhren betrafen pharmazeutische Produkte sowie Textilien, insbesondere Teppiche.

Trotz rückläufiger Exporte verzeichnete Deutschland weiterhin einen Exportüberschuss von 727,1 Millionen Euro, der jedoch unter dem Niveau der Vorjahre lag. In den ersten beiden Monaten 2026 setzte sich der Abwärtstrend fort: Die Ausfuhren sanken um 48,5 Prozent, während die Importe leicht zunahmen.

Parallel ging die Zahl der am Iran-Handel beteiligten Unternehmen deutlich zurück. Im Jahr 2024 waren noch 2.556 Unternehmen aktiv, rund 61,4 Prozent weniger als 2018. Besonders stark verringerte sich die Zahl der exportierenden Unternehmen, während auch bei den Importeuren ein spürbarer Rückgang verzeichnet wurde.

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