Berlin/Hamburg, 23. Juni 2026 (JPD) Die Wirtschaftskanzlei GvW Graf von Westphalen hat den Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH bei der Vergabe eines Großauftrags für das Offshore-Netzanbindungsprojekt „North Sea Connector 2“ beraten. Das Vorhaben soll künftig Offshore-Windparks in der Nordsee an das deutsche Stromnetz anbinden.
Den Zuschlag erhielt ein Konsortium aus Siemens Energy und NEPTUN SMULDERS Offshore Renewables. Der Auftrag umfasst die Planung, Errichtung, Installation und Inbetriebnahme eines Konvertersystems mit einer Offshore-Konverterplattform in der Nordsee sowie einer landseitigen Konverterstation in Mecklenburg-Vorpommern.
Siemens Energy übernimmt die Lieferung der Hochspannungs-Gleichstromübertragungstechnologie (HGÜ) und der wesentlichen elektrischen Komponenten. NEPTUN SMULDERS Offshore Renewables verantwortet den Bau der Offshore-Plattform. Das Unternehmen ist ein Joint Venture der zur MEYER-WERFT-Gruppe gehörenden NEPTUN WERFT und des belgischen Offshore-Spezialisten Smulders. Wesentliche Teile der Plattform sollen in Rostock-Warnemünde gefertigt werden.
Das Projekt zählt zu den zentralen Infrastrukturvorhaben für die Energiewende und den Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland. Mit dem North Sea Connector 2 sollen zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden, um Strom aus Windparks auf See in das deutsche Übertragungsnetz einzuspeisen.
50Hertz betreibt das Stromübertragungsnetz in Ostdeutschland und versorgt nach eigenen Angaben rund 18 Millionen Menschen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeiter und gehört zu den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern.
GvW beriet 50Hertz bei der Vergabe mit einem Team unter Federführung von Dr. Sebastian Rohrer. Zum Beratungsteam gehörten zudem Spezialisten aus den Bereichen Anlagenbau, Finanzierung, Immaterialgüterrecht sowie Bau- und Infrastrukturrecht.





