
Schwerin, 21. April 2026 (JPD) Die politisch motivierte Kriminalität (PMK) in Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2025 auf hohem Niveau stabil geblieben. Nach Angaben des Landeskriminalamtes wurden 3.360 Fälle registriert, was einem leichten Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Innenminister Christian Pegel und LKA-Direktor Rogan Liebmann stellten die Zahlen in Schwerin vor.
Rechte Straftaten prägen PMK-Lagebild 2025
Den größten Anteil bilden weiterhin rechtsmotivierte Straftaten mit 2.282 Fällen, ein Zuwachs um 4,5 Prozent. Insbesondere Propagandadelikte, etwa durch Schmierereien im öffentlichen Raum, prägen diesen Bereich. Die Zahl der Gewaltdelikte ging leicht auf 103 zurück. Auch im Bereich der linksmotivierten Kriminalität wurde mit 392 Fällen ein moderater Anstieg verzeichnet, wobei Sachbeschädigungen den Schwerpunkt bilden.
Rückläufig war hingegen die Kategorie „sonstige Zuordnung“ mit 637 Fällen. Gleichzeitig nahmen Delikte mit Bezug zu ausländischer und religiöser Ideologie leicht zu. Insgesamt blieb die Verteilung der Phänomenbereiche damit weitgehend stabil, bei weiterhin hohem Gesamtaufkommen.
Ein deutlicher Anstieg zeigte sich bei Straftaten unter Nutzung des Internets. Mit 740 Fällen lag die Zahl über dem Vorjahreswert, ebenso die registrierten Hasspostings mit 298 Fällen. Ein erheblicher Teil dieser Delikte entfällt auf rechtsmotivierte Inhalte. Die Behörden sehen darin einen relevanten Bestandteil politisch motivierter Kriminalität.
Die Aufklärungsquote lag mit 45,4 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Insgesamt wurden 2.081 Tatverdächtige ermittelt, darunter 751 Kinder und Jugendliche. Ein Schwerpunkt liegt auch hier im Bereich rechtsmotivierter Straftaten. Wahlkampfbedingte Sachbeschädigungen, insbesondere an Plakaten, beeinflussten die Statistik zusätzlich.
Die Sicherheitsbehörden bewerten die Entwicklung als anhaltende Herausforderung. Politisch motivierte Kriminalität bewege sich weiterhin auf einem hohen Niveau und bleibe ein relevantes Risiko für das demokratische Zusammenleben.





