
Kassel, 25. Juni 2026 (JPD) Das Bundessozialgericht hat seine 58. Richterwoche unter dem Leitthema „Wert der Gesundheit“ ausgerichtet. Vertreter aus Justiz, Wissenschaft, Politik und Selbstverwaltung diskutierten dabei aktuelle Herausforderungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie Reformen im Gesundheitsrecht.
Die Präsidentin des Bundessozialgerichts, Dr. Christine Fuchsloch, eröffnete die Veranstaltung und hob die besondere gesellschaftliche Bedeutung der Gesundheit hervor. Zugleich verwies sie auf bevorstehende gesetzliche Entwicklungen im Sozialrecht. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Reiner Anselm von der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Thema „Der Sozialstaat und das gute Leben“. Weitere Vorträge befassten sich mit der Gesundheitskompetenz in Deutschland sowie der Frage, wann Erkrankungsrisiken als Krankheit anzusehen sind.
Am zweiten Veranstaltungstag standen die Krankenhausreform und die Finanzierung des Gesundheitswesens im Mittelpunkt. In einer Podiumsdiskussion erörterten Vertreter aus Ministerien, Wissenschaft, Selbstverwaltung sowie der Ärzteschaft und Krankenhäuser die langfristige Finanzierbarkeit und Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitssystems.
Ergänzt wurde das Programm durch Arbeitsgemeinschaften der Senate des Bundessozialgerichts, die den fachlichen Austausch mit den Teilnehmern ermöglichten. Bewegungs- und Entspannungsangebote griffen das Tagungsmotto auch praktisch auf.
Den Abschluss der Richterwoche bildete eine Lesung der Autorin Deike Wichmann aus ihrem Roman „Die Unbeirrbaren“. Gemeinsam mit Susanne Selbert erinnerte sie an die historische Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz.






